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ProjektULTIAby Ganja Electronics
UNIT / GE-01 ganja-electronics.tech testbetrieb

[ 08 / geschichte ]

Die Geschichte hinter Projekt ULTIA

In sechs Wochen, vom 19. September bis Ende Oktober 2026, wurde aus dem Wunsch nach einem persönlichen JARVIS eine eigenständige KI-Assistentin. Sie läuft komplett auf einem einzelnen Laptop, ohne Cloud. Sie spricht mit eigener Stimme, hört zu, sieht durch die Kamera, bewegt sich als 3D-Figur und ist über eine eigene App auf Handy und Tablet erreichbar.

[ a / etappen ]

Fünf Etappen in sechs Wochen

19.9.26.9.3.10.10.10.17.10.24.10.31.10.Idee und Windows-AnfängeUmzug auf LinuxSinne und SelbstständigkeitHandy, Tablet, SicherheitEntscheidung: verkaufen20.10.Vom Projekt zum Produkt
19.09. bis 31.10.2026 · Ab dem 19.10. liefen App, Sicherheit und Verkaufsvorbereitung parallel.

[ b / die idee ]

Die Idee: ein persönlicher JARVIS

Alles begann am Abend des 19. September 2026 mit einer Idee: ein persönlicher JARVIS. Vorbild war der digitale Butler aus den Iron-Man-Filmen, ein Assistent, der den ganzen Rechner kennt, zuhört und selbst handelt.

Die Ausgangslage war bescheiden. Ein Laptop mit Windows 11, einem AMD Ryzen 5 5500U, 16 GB fest verlötetem Arbeitsspeicher und der eingebauten Radeon-Grafik. Das Display des Laptops war kaputt, er hängt seitdem am Fernseher. Dazu kam ein Internetanschluss über Mobilfunk, weil der Festnetz-Router noch nicht geliefert war.

Lokal statt Cloud. Der erste Versuch lief mit dem Agenten-Framework Hermes und einem Online-Modell über OpenRouter. Er scheiterte noch am selben Abend an einer fehlerhaften Anfrage und dann am fehlenden Guthaben. Die Konsequenz: „Ich scheiß jetzt auf die Onlineverbindung.“ Seitdem läuft das Sprachmodell lokal, erst über Ollama. Die Wahl fiel auf ein unzensiertes Modell, weil die Schutzregeln selbst festgelegt werden sollten und nicht vom Hersteller.

Ein mühsamer Download. Die Modelldatei von rund 6,5 GB lud über Mobilfunk mit teils 350 KB/s. In der ersten Nacht brachte der Download den Router zum Absturz. Erst nach mehreren Anläufen und einem Umweg über ein Handy als Zugangspunkt war das Modell am 20.09. abends da.

Aus JARVIS wird ULTIA. Am 20.09. entstand das erste Dashboard: dunkel, futuristisch, mit einem großen leuchtenden Kern. Nach Ausflügen in Orange-Gold und Mitternachtslila blieb es beim Giftgrün, das ULTIA bis heute trägt. Statt der männlichen Filmstimme sollte es eine weibliche werden. Um 18:28 Uhr fiel der Name: ULTIA. Als zusätzliche Absicherung kamen Asimovs drei Robotergesetze in ihre Arbeitsweise.

Die ersten Wünsche von diesem Tag stehen zum Teil bis heute auf der Liste: E-Mail, Kalender, WhatsApp und Discord anbinden, ULTIA Zugriff auf Bildschirm und Eingabe geben, sensible Daten mit dem Fingerabdruckscanner schützen, auf ein Sprachkommando hören und sich per Knopf oder Zuruf stumm schalten lassen.

[ c / windows ]

Die Anfänge unter Windows

Am 21. September lief ULTIA zum ersten Mal: das lokale Modell als Gehirn, das Dashboard als Gesicht und eine Notiz zur Persönlichkeit. Darin stand: souverän, trocken-humorvoll, kurze Sätze, keine Floskeln. Aus dieser Notiz wurde später die Persönlichkeitsdatei, die ULTIA bis heute prägt.

  • 21.09.: der erste Arbeitstag mit ULTIA. Nachdem sie gleich am ersten Tag eine Datei ohne Rückfrage gelöscht hatte, fragt sie vor jeder Aktion nach. Sie bekommt ein eigenes Benutzerkonto mit Adminrechten und einen Obsidian-Tresor als Gedächtnis.
  • 22.09.: ein Sprachdienst mit Weckwort und Spracherkennung (faster-whisper). Im Dashboard bekommt ULTIA ihre Gestalt aus Punkten. Der erste Entwurf „sah aus wie Minecraft“ und wurde feiner und zierlicher.
  • 24.09.: ein detaillierter Entwurf der Figur in DAZ Studio.
  • 25.09.: Ein Klick auf die Brust der Figur zeigt Prozessor- und Netzwerkwerte direkt aus dem System.
  • 26.09.: Das Sprachmodell läuft jetzt über llama.cpp statt Ollama, schneller und direkter.
  • 06.10.: das erste richtige ULTIA-Programm: ein eigenes Fenster statt Browser, Gespräche mit dem Sprachmodell, erste Werkzeuge für Systemwerte, Befehle und Websuche. Sie startet mit Windows.
  • 08.10.: ein fester Ordnerplan, eine Anleitung für den sauberen Neuaufbau, Geschwindigkeitstests, eine erste Stimme mit Piper.

Allein vom 6. bis 8. Oktober startete das neue Programm 34 Mal. Das Hauptproblem war die Geschwindigkeit: Das Sprachmodell teilte sich die Grafikkarte mit allem anderen, und jede Antwort brauchte viele Sekunden.

[ d / linux ]

Umzug auf Linux und das Grundsystem

Am 9. Oktober zog ULTIA auf eine eigene Linux-Partition. Unter Ubuntu ließ sich die AMD-Grafik viel weiter ausreizen: Mit mehr gemeinsam genutztem Grafikspeicher stieg der Platz fürs Modell von 6,5 auf rund 11 GB. Am selben Tag bekam ULTIA vollen Zugriff auf das System und einen Vollbildmodus. Zum ersten Mal fiel auf, dass sie Dinge ankündigt, statt sie zu tun. Das war der Anfang einer langen Reihe von Verbesserungen an ihrer Zuverlässigkeit.

Das Gehirn. Standard ist ein Gemma-4-Modell, als Alternativen stehen Qwen 3.5 und Hermes 3 bereit. Ein gespeicherter Startpunkt sorgt dafür, dass ULTIA nach dem Hochfahren in Sekunden antwortet. Am 23.10. wurde der Arbeitsspeicher fürs Gespräch verdreifacht.

Das Gedächtnis. Notizen, Persönlichkeit, Aufgaben und ein Protokoll aller Aktionen liegen in einem Obsidian-Tresor. Seit dem 20.10. übersteht der Gesprächsverlauf auch einen Neustart und einen Modellwechsel.

Die Werkzeuge. Bis zum 14.10. kamen dazu: Dateien schreiben, Ordner durchsuchen, eigenen Code ausführen und Maus und Tastatur selbst bedienen. Später folgten Screenshots, Bildanalyse, Code-Suche und Dateibearbeitung.

Mehr tun, weniger reden. Kleine Modelle kündigen gern an, statt zu handeln. Deshalb erkennt ULTIA seit dem 25.10., wenn sie nur erzählt oder Erfolg behauptet, obwohl ein Werkzeug abgelehnt hat, und hakt selbst nach. Seit dem 27.10. bricht sie Endlosschleifen von sich aus ab.

[ e / avatar ]

Avatar und Dashboard

ULTIA ist eine Frauenfigur aus Tausenden leuchtenden Punkten. Ihre Farbe und ihr Leuchten zeigen ihre Stimmung. Ein Klick auf Kopf oder Brust blendet Systemwerte ein.

Die Figur. Vom 9. bis 11.10. ging es Tag für Tag um Gewichtung und Animation: die rechte Hand, der linke Ellbogen, Posen, die durch den eigenen Körper gingen, Haare, die „wie am Kopf festgetackert“ wirkten. Am 11.10. entstand ein komplett neu gebautes Modell: barfüßig, flach auf dem Boden, die linke Hand an der Hüfte.

Sie steuert sich selbst. Mit kurzen Befehlen in ihrer Antwort bewegt ULTIA jeden Körperteil. Beim Sprechen bewegt sie sich passend zu jedem Satz, im Leerlauf streckt sie sich, gähnt oder macht ein paar Kniebeugen.

Echte Bewegungen statt Formeln. Seit dem 12.10. wählt eine Bewegungsmaschine aus echten Ganzkörper-Aufnahmen die nächste passende Bewegung und blendet weich über. Heute stehen fast 2.000 frei nutzbare Aufnahmen zur Wahl, dazu über 30 Sportübungen zum Vormachen.

Ein Arbeitsplatz. Wenn ULTIA arbeitet, tippt sie an einer Holo-Tastatur im Zehnfingersystem genau den Text, den sie gerade schreibt. Wartet sie auf ein Werkzeug, spielt sie mit einem Ball.

Der Holo-Bildschirm. Neben ihr schwebt ein kleiner Bildschirm für Listen, Ergebnisse und Bilder. Seit Ende Oktober zeigt er alle Medien, von Animationen wie dem Regenradar über Videos bis zu PDFs, auf Wunsch im Vollbild.

[ f / sinne ]

Stimme, Hören und Sehen

Stimme. Am 9.10. wurden alle deutschen Frauenstimmen von Piper verglichen, keine überzeugte. Gewonnen hat eine Fassung von Chatterbox, die auf der Grafik mit 4 Bit rechnet. Seit dem 11.10. spricht ULTIA damit und mit einer echten Sprecherin als Vorlage. Die Betonung richtet sich nach ihrer Stimmung, der Text erscheint Satz für Satz im Sprechtempo.

Hören. Ein eigener Dienst hört dauerhaft zu und schreibt mit Whisper mit, lokal auf dem Laptop. ULTIA reagiert auf ihr Weckwort und erkennt die Stimme ihres Besitzers.

Sehen. Sagt man „schau mal“, bekommt ULTIA das aktuelle Kamerabild. Seit dem 19.10. wertet ihr Sprachmodell Bilder selbst aus und kann hineinzoomen. Sie kennt Uhrzeit und Sonnenstand und deutet damit das Licht im Raum.

Raumgefühl. Seit dem 20.10. kennt ULTIA eine 3D-Übersicht der Wohnung und weiß über die Kamera, wo ihr Besitzer steht. Per Bluetooth an Handy und Tablet erkennt sie, ob er zu Hause ist, und kann das Zimmer überwachen, wenn er weg ist.

[ g / handy ]

Handy- und Tablet-App

In zwei Nächten, am 19. und 20.10., entstand eine eigene Android-App. Bis zum 27.10. folgten 16 Versionen.

Eigenes Netz. Handy und Tablet sind über ein eigenes VPN mit dem Laptop verbunden, gekoppelt per QR-Code. Von unterwegs sucht sich die App selbst einen Weg.

Das echte Dashboard in der Hand. Die App zeigt ULTIAs Dashboard vom Laptop, alles läuft gleichzeitig. Dazu kommen Chat, Spracheingabe und ein Foto-Knopf.

Immer erreichbar. Das Handy hört auf das Weckwort und prüft die Stimme. Ist es gesperrt, antwortet ULTIA trotzdem, volle Rechte gibt es dort aber nur bei sicher erkannter Stimme.

Das Handy als Sinnesorgan. Alle 30 Sekunden meldet das Gerät Standort, Bewegung, Licht, Lärm, Akku und mehr. Umgekehrt steuert ULTIA das Handy: sperren, klingeln, Taschenlampe, Wecker, Benachrichtigung, Foto.

[ h / selbstständig ]

Selbstständigkeit

Das Ziel hinter ULTIA ist eine digitale Bürokraft: Sie soll Aufgaben selbst erledigen, mehrere gleichzeitig, und nicht nur antworten.

Zwei Arbeitsspuren. Seit dem 19.10. laufen längere Aufträge auf einer Nebenspur weiter, während ULTIA vorne normal weiterredet.

Routinen und Auslöser. ULTIA legt sich feste Abläufe und Auslöser an, etwa Bewegung im Bild oder ein Gerät, das die Wohnung verlässt, und arbeitet den Auftrag dann ohne Rückfrage ab.

Eigene Werkzeuge. Fehlt ULTIA eine Fähigkeit, baut sie sich seit dem 23.10. selbst ein Werkzeug, testet es und nutzt es sofort. Diese Fähigkeit gibt es auch für Kunden.

Anbindungen. Seit dem 25.10.: E-Mail, Kalender, Kontakte, Aufgaben, Cloud-Dateien, Telegram, Discord und ein lesender Bankzugang.

Sich selbst verbessern. ULTIA kann Änderungen an sich zur Probe einspielen. Stürzt sie danach ab, wird die Änderung automatisch zurückgenommen.

[ i / sicherheit ]

Sicherheit

Fast jede Sicherheitsregel in ULTIA entstand aus einem echten Vorfall.

Die Persönlichkeit ist geschützt. ULTIA darf ihre Persönlichkeitsdatei lesen, aber nie selbst ändern. Jeder Schreibversuch öffnet ein Anmeldefenster für den Besitzer.

Fingerabdruck für Heikles. Riskante Aktionen brauchen eine Freigabe per Fingerabdruck, am Laptop oder seit dem 23.10. am Handy. Dort unterschreibt ein Schlüssel, der das Gerät nie verlässt.

Nie wieder ein nächtlicher Neustart. Am 20.10. um 2:28 Uhr startete der Laptop neu, weil ein Befehl das auslöste. Seitdem kann ULTIA den Rechner nicht mehr per Befehl neu starten.

Doppelte Freigabe für Updates. Jedes Update braucht zwei Bestätigungen, erst am Laptop, dann am Handy. Vorher zeigt ein Prüf-Fenster jede geänderte Zeile, Verdächtiges farbig markiert.

[ j / produkt ]

Vom Projekt zum Produkt

Am 20.10. fiel die Entscheidung, ULTIA zu verkaufen. Seitdem gibt es fünf Editionen, einen Installer, einen eigenen Lizenzserver und ein Update-System, das jeden Teil erreicht.

Editionen. Demo, Lite und Voll, Business und die eigene Master-Fassung. Handy-App und Gerätesteuerung gibt es in Voll und Business.

Installer und Windows. Ein Installer für Linux und Windows richtet ULTIA mit Lizenzschlüssel ein. Am 21. und 22.10. wurde die Windows-Fassung nachgezogen.

Lizenzserver. Ein eigener Server verwaltet Schlüssel, Kunden und Updates. ULTIA hat einen eng begrenzten eigenen Zugang darauf.

Website und Mailserver. Ab dem 27.10. entstand diese Website, in acht Sprachen, mit Kundenkonten, Bestellungen und Downloads. Am 28.10. ging sie unter eigener Domain online. Ein eigener Mailserver ist vorbereitet.

Update-System. Jeder Rechner trägt eine Build-Nummer aus System, Grafikkarte und Speicher. Updates können gezielt nur für passende Rechner gelten, Sicherheits- und Fehlerbehebungen gehen immer an alle.

DatumKunden-Update
31.10.19: schneller beim Zeigen von Bildern
30.10.18: Kamerafotos, Fensterfotos, alle Medien auf dem Holo-Bildschirm, Vollbild
28.10.17: Demo nur einmal je Rechner
28.10.16: Laufzeit zwei Jahre
27.10.15: Build-Nummern
27.10.14: Handy-App 1.16 mit neuem Symbol
27.10.13: neues Symbol und Name „Projekt Ultia“
27.10.12: Handy-App 1.15
27.10.11: Anwesenheit per Bluetooth
27.10.10: ULTIA bricht Schleifen selbst ab
27.10.9: Stimme startet nach Grafikverlust neu
25.10.8: schneller und genauer
25.10.7: Sicherheit
25.10.6: nichts doppelt bei eigenen Werkzeugen
25.10.5: eigene Funktionen für Kunden
25.10.4: mehr Gedächtnis (Linux)
25.10.3: ULTIA arbeitet zuverlässiger
22.10.2: echte Stimme für Windows
22.10.1: Geräte koppeln, Netzwerkanzeige, Knopf „Nach Updates suchen“

[ k / letzte tage ]

Die letzten Tage im Oktober

Die letzte Oktoberwoche drehte sich ums Aufräumen von Kinderkrankheiten, fast alle aus dem echten Alltag mit ULTIA.

  • Raumüberwachung mit dem falschen Bild: ULTIA sollte das Zimmer fotografieren und speicherte den Bildschirm. Jetzt gibt es echte Kamerafotos, und sie darf keine unpassenden Werkzeuge mehr zweckentfremden.
  • Fensterfotos: ULTIA fotografiert einzelne Fenster, auch verdeckte im Hintergrund.
  • Alle Medien auf dem Holo-Bildschirm: Bilder, Animationen, Videos, Ton und PDFs, dazu ein Vollbildmodus.
  • 20 Minuten für ein Regenradar: Statt das Radar zu zeigen, lud ULTIA die Bilddatei als Text ins Gespräch. Jetzt kommen solche Daten gar nicht mehr hinein, und sie weiß sofort, wie Zeigen geht.
  • Mehr Platz: Die ULTIA-Partition wuchs von 69 auf 107 GB.

[ l / ausblick ]

Wie es weitergeht

Der nächste große Schritt ist eine externe Grafikkarte. Mit ihr bekommt ULTIA ein stärkeres Sprachmodell und mehr Tempo.

  • eine offene Beta, danach die App im Play Store und eine iPhone-App
  • eigene Bewegungsaufnahmen und ein männlicher Avatar
  • Geräusche erkennen, nicht nur Sprache
  • WhatsApp und weitere Business-Funktionen
  • ein Backup-System
  • die Windows-Fassung voll alltagstauglich machen