Alles begann am Abend des 19. September 2026 mit einer Idee: ein persönlicher JARVIS. Vorbild war der digitale Butler aus den Iron-Man-Filmen, ein Assistent, der den ganzen Rechner kennt, zuhört und selbst handelt.
Die Ausgangslage war bescheiden. Ein Laptop mit Windows 11, einem AMD Ryzen 5 5500U, 16 GB fest verlötetem Arbeitsspeicher und der eingebauten Radeon-Grafik. Das Display des Laptops war kaputt, er hängt seitdem am Fernseher. Dazu kam ein Internetanschluss über Mobilfunk, weil der Festnetz-Router noch nicht geliefert war.
Lokal statt Cloud. Der erste Versuch lief mit dem Agenten-Framework Hermes und einem Online-Modell über OpenRouter. Er scheiterte noch am selben Abend an einer fehlerhaften Anfrage und dann am fehlenden Guthaben. Die Konsequenz: „Ich scheiß jetzt auf die Onlineverbindung.“ Seitdem läuft das Sprachmodell lokal, erst über Ollama. Die Wahl fiel auf ein unzensiertes Modell, weil die Schutzregeln selbst festgelegt werden sollten und nicht vom Hersteller.
Ein mühsamer Download. Die Modelldatei von rund 6,5 GB lud über Mobilfunk mit teils 350 KB/s. In der ersten Nacht brachte der Download den Router zum Absturz. Erst nach mehreren Anläufen und einem Umweg über ein Handy als Zugangspunkt war das Modell am 20.09. abends da.
Aus JARVIS wird ULTIA. Am 20.09. entstand das erste Dashboard: dunkel, futuristisch, mit einem großen leuchtenden Kern. Nach Ausflügen in Orange-Gold und Mitternachtslila blieb es beim Giftgrün, das ULTIA bis heute trägt. Statt der männlichen Filmstimme sollte es eine weibliche werden. Um 18:28 Uhr fiel der Name: ULTIA. Als zusätzliche Absicherung kamen Asimovs drei Robotergesetze in ihre Arbeitsweise.
Die ersten Wünsche von diesem Tag stehen zum Teil bis heute auf der Liste: E-Mail, Kalender, WhatsApp und Discord anbinden, ULTIA Zugriff auf Bildschirm und Eingabe geben, sensible Daten mit dem Fingerabdruckscanner schützen, auf ein Sprachkommando hören und sich per Knopf oder Zuruf stumm schalten lassen.